Hier können Sie durchatmen.

Wie du atmest, so lebst du.

Andreas Tenzer, deutscher Philosoph und Pädagoge.
Beim Teetrinken und zur Ruhe kommen und ruhig atmen

Atemlos? Stoppen Sie und atmen Sie sich in die Entspannung.

Sie sind ja ganz außer Atem! Ja, hin und wieder wurde diese Feststellung über mich getroffen, wenn ich hektisch mehrere Sachen gleichzeitig erledigen wollte. Klar, ein Weck-Ruf, den ich, so weit ich mich entsinne, auch ernst genommen habe. Als Reaktion habe ich abgebremst und einmal durchgeschnauft. Meiner Erfahrung nach der schnellste Weg, um in die Entspannung zu kommen.

Weil wir atmen müssen, sonst … Jeder atmet laut Wikipedia circa 20000 Mal täglich. Atmung ist für uns also stets gegenwärtig und daher kann die Wirkung der Atmung immer und überall genutzt werden. Wir nehmen dabei einfach wahr, was passiert. Dieses Vergegenwärtigen bringt uns ins Hier und Jetzt, und wir kommen automatisch wieder zu Atem. Wir halten inne und entspannen. Und ein Zustand der Entspannung ist zwingend erforderlich, wollen wir wieder zu Kräften kommen.

Jeder kann Folgendes visualisieren und die Sinnhaftigkeit leicht nachvollziehen. Kurz vor dem Start schnaufen zum Beispiel Spitzensportler noch einmal kräftig durch. Um alle Energiereserven zu mobilisieren. Mit jedem Atemzug tanken wir Energie und erfreuen uns am Leben und können Außergewöhnliches leisten.

Vor dem Losrennen kurz durchatmen bündelt die Energie. Foto: Gerd Altmann, Pixabay

Die Atmung ist die einzige Körperfunktion, die auch willentlich gesteuert werden kann, obwohl sie permanent unwillkürlich abläuft. Sobald wir innehalten und einmal durchatmen und bewusst einen Atemzug durchführen, empfinden wir sofort Erleichterung. Es muss uns kein Stein vom Herzen fallen. Bereits die minimalste Erleichterung genügt, um in eine Phase der Entspannung einzutreten.

Mit der Achtsamkeitsmeditation starten

Es geht dabei noch nicht um Körperwahrnehmung. Viele können in ihren Körper sehr genau hineinhorchen. Und versuchen dann, jedes Signal einzuordnen und zu bewerten. Doch dies ist bereits Arbeit, Bewusstseins-Arbeit und jede Arbeit ist anstrengend. Wir wollen aber genau das Gegenteil erreichen. Nicht an-spannen, sondern ent-spannen. Beim Atemzug lenken wir zuerst bewusst unsere Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Augenblick des Atmens. Aber dann machen wir nichts mehr, sondern unser Körper führt den Vorgang des Atmens einfach durch. Das ist es, nicht mehr, nicht weniger.

Also atmen und dann wahrnehmen, was passiert ist. Bei dieser Achtsamkeitsmeditation liegt der Fokus auf der Atmung. Meiner Erfahrung nach die schnellste Methode, um Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Mit jedem Atemzug fühlen Sie sich besser. Diese Redensart kommt nicht von ungefähr, sondern spiegelt einfach eine fundamentale Lebensweisheit wider.

Time-out Atmung Entspannung

Körperliche Prozesse nur wahrnehmen

Bei der Achtsamkeitsmeditation geht es darum, körperliche Prozesse nur wahrzunehmen, diese jedoch nicht zu bewerten oder zu verändern. Der einfachste Start für jedermann, um sich tagsüber (über die Bedeutung des Schlafes demnächst mehr) zu erholen und mit jedem vollen Atemzug jedes Missverhältnis von Anspannung und Entspannung wieder in ein gesundes Verhältnis zu bringen.

Dazu unbedingt lesenswert ist folgendes Buch: Lienhard/Schmid-Fetzer/Cobb: Neuronale Heilung. Riva Verlag. Ein Buchtipp, für den ich eine klare Kaufempfehlung gebe.

Es ist eine wahre Schatzkiste zum Thema Gesundheit und Selbstheilung. Daraus werde ich immer wieder wertvolle Aspekte für meinen ganzheitlichen Ansatz auf dieser Website integrieren. Weil es den neuesten wissenschaftlichen Stand der Forschung berücksichtigt, insbesondere Vagusnerv und Inselrinde: eine monumentale Basis mit mehr als 100 Übungen, mit denen Sie Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren können.

Atmen Sie jetzt und genießen den Atemzug

Die erste Übung als guter Ausgangspunkt.

Einfach mit jedem Atemzug im Hier und Jetzt verweilen. (im Buch Seite 258)

  • einen Ort wählen, an dem Sie sich wohlfühlen
  • entspannte Körperhaltung einnehmen
  • Aufmerksamkeit auf das körperliche Gefühl des Atems lenken
  • den Luftstrom wahrnehmen
  • spüren Sie, wie Bauch und Brustkorb bewegt werden
  • lassen Sie Ihre Gedanken schweifen
  • kehren Sie aber immer wieder bewusst zurück zu Ihrer Atmung
  • atmen Sie ohne Erwartungen und zu beurteilen
  • beenden Sie die Übung, indem Sie tief ein- und ausatmen

Ja, Sie haben Recht. Auch bei dieser höchst wirkungsvollen Übung für Ihr Wohlbefinden tun Sie zuerst etwas, um dann ins Nichts-tun zu kommen. Um sich augenblicklich ins Nichts-tun zu katapultieren, probieren Sie das …

Entspannung Atmung Ruhe
Einfach dasitzen (vergleichbar mit Sitz-Meditation – Zen-Praxis)

Das Erste, was der Mensch zu lernen hat, ist Atmen. Die Atmung steht am Anfang und am Ende des Lebens. Mit dem ersten Atemzug erblicken wir das Licht der Welt, mit dem letzten hauchen wir das Leben aus. 

Gautama Buddha

Buchtipp Selbstheilungskräfte ankurbeln

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